Scheinträchtigkeit

Die Scheinträchtigkeit kommt recht oft vor und bedeutet, dass eine nicht gedeckte Hündin fast alle Symptome einer Schwangerschaft zeigt.

Dabei wird die Hündin plötzlich ruhelos, Bauch und Gesäuge schwellen an und manchmal produzieren die Zitzen auch Milch. Zudem kann es passieren, dass die Hündin ein Wurflager für ihre vermeintlichen Jungen anlegt und ein altes Spielzeug wie etwa einen alten Hausschuh oder eine Kinderpuppe dort sorgfältig hegt und pflegt.

Diese eingebildete „Krankheit“ tritt meistens acht bis neun Wochen nach der letzten Läufigkeit auf, bedeutet aber nicht, dass sich ihre Hündin vielleicht unbewusst nach Nachwuchs gesehnt hat.

Auch verursachen diese Symptome auf keinen Fall eine Erkrankung der Gebärmutter oder der Eierstöcke, wie es leider immer noch vielfach angenommen wird. Eine Scheinträchtigkeit kann nach jeder Läufigkeit auftreten und wird durch den Aufbau des Eierstockes ausgelöst.

Dieser geht nach dem Eisprung am Ende der Läufigkeit vielfach davon aus, dass eine Befruchtung stattgefunden haben muss und lässt dann die entsprechenden Hormone produzieren, welche den Körper der Hündin auf die angehende Geburt vorbereiten sollen.

Diese Symptome verschwinden in der Regel wieder nach ein paar Tagen, können aber auch bis zu zwei Wochen andauern. Negative Auswirkungen sind durch eine Scheinträchtigkeit nicht zu befürchten, falls jedoch die Zitzen nicht von selbst abschwellen, können sie diese vorsichtig ausdrücken, wenn Milch vorhanden ist und anschliessend mit etwas Kampferöl einreiben.

Bei häufig vorkommender Scheinträchtigkeit können sie zum Tierarzt gehen, er kann ihrer Hündin empfängnisverhütende Pillen verschreiben, die auch gleichzeitig eine Scheinträchtigkeit verhindern.

Eventuell wird er bei besonders hartnäckigen Fällen auch eine Kastration empfehlen.